Einfamilienhaus, Gümligen
Das Einfamilienhaus von 1923, obwohl weder denkmalgeschützt noch als erhaltenswert eingestuft, besticht durch seine harmonische und unveränderte Erscheinung. Es fügt sich nahtlos in die historische Umgebung ein und gilt als bedeutender Zeitzeuge. Bereits in den 2010er-Jahren wurde das Gebäude erstmals umgebaut. Auf Wunsch der Bauherrschaft wurde nun das Haus erneut umgebaut und erweitert.
Die Häuser rund um das Schulhaus (erbaut 1904/05) und entlang der Schulhausstrasse entstanden zwischen 1903 und 1918. Diese Bauten im Heimatstil mit Jugendstilelementen stammen aus derselben Epoche und prägen bis heute die romantische Atmosphäre des Quartiers – insbesondere durch die weitgehend unberührten Gärten, die den historischen Charakter erhalten.
Ein moderner Holzrahmenbau mit grosszügigen Verglasungen ergänzt den Bestand und verbindet sich über eine Öffnung mit der bestehenden Wohnküche. Der lichtdurchflutete, offene Wohnraum schafft durch klare Sichtachsen und eine markante Eckverglasung einen fliessenden Übergang zwischen Innen- und Aussenraum. Das Erdgeschoss dient als Tageswohnfläche, während im Obergeschoss die Kinderzimmer untergebracht sind. Das ehemals ungedämmte Estrichgeschoss wurde vollständig ausgebaut und beherbergt nun das Elternschlafzimmer, ergänzt durch ein Bad und eine Loggia. Die alten Binder und Sparren, der Riemenboden sowie die Kniewand aus Sichtbackstein blieben sichtbar erhalten und verleihen dem Raum eine unverwechselbare Authentizität. Diese historischen Elemente erzählen die Geschichte des Hauses und machen seine ursprüngliche Nutzung erlebbar.
| Bauherrschaft: | Privat |
| Realisierung: | 2024 |